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Pfarre Strallegg
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+43 (3174) 2242
+43 (676) 8742-6508
strallegg@graz-seckau.at
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Die Anfänge von Dorf und Kirche

Die Keimzelle von Strallegg dürfte eine im 12. Jahrhundert als Rodungsstützpunkt erbaute Burg gewesen sein, dessen Besitzer die Besiedlung des bis dahin unbewohnten Berglandes leitete. Die aus dem Altsiedelland in Österreich und Bayern zugewanderten Siedler waren Christen, weshalb sehr wahrscheinlich gleichzeitig mit dem Bau der ersten Bauernhöfe auch eine Kirche in unmittelbarer Nachbarschaft zur Burg Strallegg errichtet wurde.

Der Vulgoname Hausbauer (Nr. 18) erinnert heute noch an einen solchen Gründungshof. Im mittelalterlichen Sprachgebrauch wurde das Wort "Haus" nämlich nicht nur für ein einfaches Bauernhaus, sondern für ein befestigtes, wehrhaftes Gebäude, für eine Burg verwendet.

Ursprung des Dorfes Strallegg dürfte also eine Burg gewesen sein, von der heute als letzter Rest nur mehr der Vulgoname "Hausbauer" Kunde gibt. Bei derartigen festen Häusern befanden sich in der Regel auch Kapellen. Der Schluss liegt nahe, dass auch der Ursprung der heutigen Strallegger Kirche in der Kapelle des "Hausbauern" zu suchen ist.

Erstmalige schriftliche Nennung des Ortes in einem historischen Dokument

Das Diözesanarchiv in Graz besitzt ein handschriftliches, mit 1295 datiertes Besitzstands- und Einnahmenverzeichnis des Bistums Seckau, worin u.a. ein dem Bischof von Seckau zinspflichtiger Bauer namens Berchtold in STRALEKKE genannt ist. Im selben Dokument findet sich auch das Verzeichnis eines Zehents, welcher damals von allen Priestern dem Bischof von Seckau gereicht werden musste. Wiederum ist Strallegg genannt, was den Schluss zulässt, dass 1295 bereits eine Kirche existiert und ein ständiger Seelsorger in Strallegg gewirkt hat.

 

Item in Stralekke

Ausschnitt aus dem Seckauer Bistumsurbar von 1295

"Item in Stralekke Perhtoldus XII denarios Wiennensis, Pullios II, caseos II"

Übersetzung bzw. Erläuterung der Textstelle:

"Ebenso (zinst) in Strallegg (der bischöfliche Untertan) Perchtold (für seinen Bauernhof jährlich)

12 Wiener Pfennige, 2 Hühner und 2 Käse."

 

Strallegg wird Pfarre

Die vermutete Burg von Strallegg gab es im Spätmittelalter nicht mehr, die Kirche überlebte alle politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen des Mittelalters. Ausdrücklich als Pfarre apostrophiert wird Strallegg erstmals in einer Urkunde aus 1346. Die kirchliche Oberhoheit über die Pfarre hatte bis 1786 der Salzburger Erzbischof, das Patronatsrecht besaß der Bischof von Seckau. Aufgrund dieses Rechtes hatte der Bischof das Recht, dem Salzburger Erzbischof Priester seiner Wahl als Pfarrer von Strallegg vorzuschlagen.

 

Strallegg und das Stift Pöllau

Im Jahre 1504 ist das Augustiner-Chorherrenstift Pöllau gegründet worden. Das Stift war der bedeutendste "Grundherr" in Strallegg (von 272 Höfen in Strallegg gehörten 209 = 76 % dem Stift). Deshalb beanspruchte Pöllau nicht nur das Vogtei- sondern auch das Patronatsrecht für sich, was praktisch eine völlige Beherrschung der Pfarre bedeutet hätte. Die Folge war ein langwieriger Streit zwischen dem Seckauer Bischof und dem Pöllauer Probst, der erst 1727 zugunsten von Pöllau entschieden wurde. In diesem Jahr trat der Seckauer Bischof sein Patronatsrecht um 4.000 Gulden an den Propst von Pöllau ab. Damit war der Weg für eine vollständige Inkorporation der Pfarre Strallegg in das Stift Pöllau frei. Kirchen- und Pfründenvermögen standen damit vollständig unter Kontrolle des Stiftes, das damit aber auch die Verpflichtung zur Erhaltung der Pfarrkirche und aller übrigen pfarrlichen Gebäude auf sich nahm. 1783 jedoch wurde das Stift aufgehoben, das Patronatsrecht über Strallegg behielten die Besitzer des zum Schloß umfunktionierten Stiftes bis 1953.

            Das Portal zur Pfarrkirche Strallegg mit dem Wappen des Stiftes Pöllau


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Einwohner: 1906

(Per 01.01.2025)

davon röm.-kath.: 1664

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Diözese Graz-Seckau
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